teamwork Arbeitsplatzgestaltung


Eine gemeinsame Initiative von:


Eine Marke der
Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG

Brühlstraße 21
72469 Meßstetten-Tieringen
www.bimos.de


Andreas KARL GmbH & Co. KG
Arbeitsplatzsysteme

Hauptstraße 26
85777 Fahrenzhausen
www.karl.eu


Herbert Waldmann GmbH & Co. KG
Peter-Henlein-Straße 5
78056 Villingen-Schwenningen
www.waldmann.com

teamwork FORUM 2017:
Inspirationen aus Chemnitz

Das Manchester des Ostens begeisterte die Teilnehmer des teamwork FORUM



Chemnitz ist nicht nur die Wiege des deutschen Maschinenbaus – sondern auch die Stadt der Moderne. Deutschlands führende Arbeitswissenschaftler forschen und lehren an der hiesigen Universität und im Projekthaus Meteor. „Das Akronym steht für Mensch, Technik und Organisation“, erläuterte Prof. Dr. Angelika C. Bullinger-Hoffmann in ihrer Begrüßung. „Uns geht es um die Zukunft der Arbeit. Von daher ist das teamwork FORUM hier sicher an der richtigen Adresse.“

Bullinger-Hoff mann sprach damit aus, was viele dachten. Zum einen passte das Meteor mit seiner inspirierend modernen Architektur perfekt zum Charakter des Fachforums fu?r Arbeitsplatzgestaltung. Gleichzeitig ist man hier am Puls der Zeit und kann aus erster Hand Innovationen entstehen sehen.

Ein Teil der Ergonomie-Spezialisten und Arbeitsplatz-Ausstatter setzte sich in der Fachausstellung von Waldmann, Bimos und Karl mit dem perfekten Montagearbeitsplatz und dem optimalen Licht für anspruchsvolle Arbeiten auseinander. Eine zweite Gruppe sprach derweil mit Meteor-Projektleiter André Kaiser über Schallschutz und Arbeitsergebnisse, über Konzentration und Kommunikation sowie über neue Forschungen an einem scheinbar banalen Thema wie den richtigen Kräften für das Lösen und Verbinden von Steckern im Automobilbau.

Die Uni stellte ihren Gästen auch den Fahrsimulator vor. In einem Raum voller Beamer und Leinwände hat die Uni Fahrgastzelle und Cockpit eines Autos neu ausgeru?stet. Es geht hier darum, Fahrassistenzsysteme zu testen und zu erfahren, welche Auswirkungen es hat, wenn man Spiegel durch Monitore ersetzt. Und: Was bedeutet es, wenn das Fahrzeug autonom fährt und man den Fahrer während der Fahrt weitere Dinge erledigen lässt? Dass anschließend natu?rlich auch genügend Zeit fu?r gute Gespräche zwischen den Teilnehmern blieb – na, logisch!

„Der Veranstaltung kann ich durchweg ein positives Zeugnis ausstellen“, sagte im Nachgang Teilnehmer Martin Luniak von Baumer Optronic. „Beginnend bei einem außergewöhnlichen Gebäude als Tagungsort und einer reibungslosen Organisation wurden die Rahmenbedingungen geschaff en, sich ganz auf die Referenten zu konzentrieren. Besondersdie beiden Vorträge im ersten Block garantierten ungeteilte Aufmerksamkeit. Zudem schaff te es Herr Tietge als Moderator, mit einem provokantfrischen Stil sehr kurzweilig durch den Tag zu führen.“

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teamwork FORUM 2016:
4.0 für Lean Management, Digitalisierung, neue Fertigungsverfahren und bessere Ergonomie

Das Teamwork Forum bei den Erfindern von Blinker und blendfreiem Fernlicht


– bei Hella in Lippstadt

Manchmal ist Moderator Ulf Tietge mit Superlativen ja schnell bei der Hand. In diesem Jahr aber sprach er den Teilnehmern des Teamwork Forums für Arbeitsplatzgestaltung wirklich aus der Seele, als er auf denglisch rief: „The greatest teamwork forum of all times!“ Tatsächlich war die Veranstaltung im Hella Globe (Lippstadt) nicht nur schneller denn je ausgebucht – auch die Referenten waren durch die Bank gut aufgelegt und hatten besonders interessante Informationen dabei.

Gleichzeitig präsentierte sich das Teamwork Forum im achten Jahr mit einer breiteren Themenvielfalt als je zuvor: Professor Stefan Stoll beispielsweise war nach Lippstadt gekommen, um von seinen Erlebnissen im Silicon Valley zu berichten – und um den Teilnehmern Mut zu machen. Groß denken! Regeln brechen! Neues wagen! „Die Digitalisierung unserer Welt“, davon ist Stoll überzeugt, „ist für deutsche Unternehmen eine Riesenchance.“ Allerdings nur, wenn man den Mut habe, neue und vielleicht sogar revolutionäre Ideen zu entwickeln und umzusetzen …

Aktuelle Erkenntnisse aus der Praxis, interessante Gespräche unter Fachleuten und neue Ideen – das ist die DNA des Teamwork Forums. In diesem Jahr haben die Veranstalter Bimos, Karl und Waldmann den Fabrikplaner Eberhard Bauer von Kistler Automotive als Referenten gewonnen. Neue Erkenntnisse aus der Ergonomie-Forschung und ein Messsystem mit Kameras und Bewegungssensoren hatte Urban Daub vom Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung im Gepäck. Und Michel Isermann stellte das Verbundprojekt Elias vor, mit dem Hellas künftig noch effizienter produzieren werde.


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teamwork FORUM 2015:
Steht der Mensch im Mittelpunkt?
Arbeitsgestaltung vor dem Hintergrund demografischer Entwicklung und Industrie 4.0

Das Teamwork Forum Arbeitsplatzgestaltung diskutierte in Heidelberg über die Arbeitswelten von morgen sowie die Chancen und Herausforderungen neuer Technologien


Heidelberg im Juni 2015

Was das Schlagwort Industrie 4.0 wirklich an Veränderungen für den Industriestandort Deutschland mit sich bringt, ist noch gar nicht absehbar. Darin waren sich die Teilnehmer des Teamwork Forums mit IG-Metall-Vorstand Dr. Detlef Gerst und Arbeitswissenschaftlerin Prof. Dr. Angelika C. Bullinger einig. Veränderungsbedarf gibt es aber schon heute: Auf die Anforderungen älter werdender Belegschaften muss eingegangen werden und neben dem eigentlichen Produkt sind begleitende Services und Dienstleistungen für den Erfolg eines Industrieunternehmens von größter Bedeutung.

Weil es für junge Menschen kaum vorstellbar ist, sich altersbedingte Einschränkungen vorzustellen, setzt die Arbeitswissenschaftlerin Bullinger-Hoffmann den Alterssimulationsanzug Max ein – und testet, was warum länger dauert oder schwieriger ist. Die Daten werden per Videoanalyse, mit Fragebögen und über Körperfunktionswerte erfasst und ausgewertet. Ergebnis: Vor allem mit gebeugtem Rumpf und bei Überkopfarbeiten sind (künstlich) gealterte Mitarbeiter deutlich langsamer. „Auf diesen Ergebnissen lässt sich aufbauen“, sagte Frau Prof. Bullinger-Hoffmann. „Es geht für die Wirtschaft darum, Fertigungsprozesse und Fügeschritte so zu organisieren, dass sie eben nicht nur von 20- oder 30-Jährigen ausgeführt werden können. Wem das gelingt, der hat einen Vorteil im Wettbewerb.“

Neben der Professorin aus Chemnitz diskutierten im Rahmen des Fachforums eine ganze Reihe weiterer Fachleute unter Leitung von Moderator Ulf Tietge: Peter Güthoff, Abteilungsleiter der Elektronikfertigung bei der Integ in Bad Driburg, berichtete über gelebte Inklusion im industriellen Umfeld und der Manager Jürgen Mittmann vom Druckmaschinenhersteller Heidelberg erläuterte, warum Ergonomie ein echter Wettbewerbsvorteil ist. Dr. Detlef Gerst aus dem Vorstand der IG Metall wiederum fasste die Positionen und Ansichten von Deutschlands größter Industriegewerkschaft mit Blick auf Industrie 4.0 zusammen. Das Teamwork Fachforum bot damit auch bei seiner siebten Auflage ein interessantes Programm, weswegen Experten aus der ganzen Bundesrepublik zu der gemeinsamen Veranstaltung der Firmen Bimos (Arbeitsstühle), Karl (Arbeitsplatzsysteme) und Waldmann (Lichtsysteme) nach Heidelberg gereist waren.

Peter Güthoff brach eine Lanze für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung: Wenn es beispielsweise um Routineaufgaben geht, sind Autisten unschlagbar. „Immer wieder die gleichen Dinge mit allergrößter Sorgfalt überprüfen – das können Menschen ohne Handicap gar nicht leisten“. sagte Güthoff. Dennoch hätten nach wie vor viele Unternehmen Berührungsängste und scheuten sich davor, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. Güthoff warb dafür, Beratungsangebote wie Job Carving oder die deutschlandweit vertretenen Integrationsfachdienste zu nutzen: „Es geht darum, die individuellen Stärken eines Mitarbeiters als Grundlage einer für beide Seiten gewinnbringenden Zusammenarbeit zu erkennen und zu nutzen.“

Bei der IG Metall in Frankfurt ist Industrie 4.0 natürlich Chefsache. Vorstand Dr. Detlef Gerst offenbarte den Teilnehmern des Teamwork Forums gleichzeitig, dass eindeutige Trends aktuell gar nicht vorhersehbar seien: „So viel man zu diesem Schlagwort in den Medien auch lesen mag – die Vision einer voll entfalteten Industrie 4.0 betrifft eine weit entfernte Zukunft.“ Beobachten lasse sich jedoch eine Beschleunigung von technologischen Entwicklungen, die weitgehend in der Phase der Industrie 3.0 begonnen wurden, als Roboter noch spezialisierte Unterstützer waren und eben keine „intelligenten“ Generalisten. Diese Veränderungen sieht die Gewerkschaft als Etappen zur Industrie 4.0, die bereits mit weitreichenden Veränderungen von Arbeit verbunden sind. Unternehmen und Belegschaften sind daher aufgefordert, schon jetzt Szenarien zu durchdenken – denn sicher gebe es durch die Veränderung industrieller Arbeitsplätze sowohl Gewinner als auch Verlierer.

Für die Heidelberg AG, den Weltmarktführer bei Offset-Druckmaschinen für Magazine und Kataloge, spielen Ergonomie und Automatisierung eine wichtige Rolle. Internetbasierte Remote Services verbinden die Experten des Druckmaschinenherstellers mit mehr als 10.000 Druckmaschinen in 50 Ländern. Egal ob in Buenos Aires oder in Barcelona etwas hakt – die Deutschen können per Ferndiagnose helfen, erläuterte Manager Jürgen Mittmann. Zudem eröffnet das Internet den Heidelbergern neue Geschäftsfelder: Online-Druckereien zum Beispiel sind darauf angewiesen, immer über die allerneuesten und effizientesten Druckmaschinen zu verfügen. Nur so können sie in einem vom Preis dominierten Wettbewerb bestehen. Moderne Druckmaschinen sollen in Standardeinstellungen so einfach zu bedienen sein wie eine gute Digitalkamera – gleichzeitig aber muss man Spezialisten alle Einstellungsmöglichkeiten dieser Welt für nicht automatisierbare Arbeitsschritte anbieten. Mittmann: „Sie können sich das ein bisschen vorstellen wie bei einem Lenkrad im Formel-1-Auto mit sehr vielen Knöpfen. Da kommen wir her. Für die Zukunft schweben uns dagegen Autos vor, die sich selbst steuern und ganz einfach sicher zu bedienen sind.“


Hintergrund Teamwork Forum:
Das Teamwork Forum Arbeitsplatzgestaltung ist eine Initiative der Unternehmen Bimos, Karl und Waldmann. Das Produktportfolio der Marktführer in den Bereichen Tisch, Stuhl und Licht bildet die Grundlage für ergonomische Arbeitsplatzgestaltung in den unterschiedlichsten Wirtschaftszweigen. Die drei Unternehmen, die im eigenen Hause fertigen und entwickeln, sind nahe am Markt und an den Bedürfnissen im Arbeitsalltag.

Hintergrund Bimos
Bimos ist führender Hersteller von Arbeitsstühlen in Europa. Seit Jahrzehnten konzentriert sich das Unternehmen darauf, spezielle Sitzlösungen für Arbeiten fernab des Schreibtisches anzubieten. Als Marke von Interstuhl, dem Spezialisten für Bürostühle, blickt Bimos auf eine mehr als 40-jährige Entwicklungs- und Fertigungserfahrung zurück.

Hintergrund Karl
Die moderne Forschung weiß längst, dass ein Arbeitsplatz mehr ist, als ein Platz an dem gearbeitet wird. Durch die bedarfsgerechte Konzeption und Gestaltung der Plätze, an denen Menschen täglich ihre Arbeitsleistungen vollbringen, lassen sich Effizienz und Sicherheit nachhaltig steigern.
Als traditionsreiches Familienunternehmen hat Karl nicht nur langjährige Erfahrung in diesem Bereich. Mit rund 140 Mitarbeiten verfügt das Unternehmen über umfassendes Know-how und leistungsfähige Produktionskapazität.

Hintergrund Waldmann
Seit gut 50 Jahren entwickelt Waldmann Beleuchtungskonzepte für die unterschiedlichsten Branchen und Einsatzgebiete. Immer unter dem Gesichtspunkt, einen Mehrwert hinsichtlich Produktivität, Sicherheit, Gesundheit und Energieeinsparung zu sichern. Mit diesem Erfahrungsschatz ist Waldmann einer der technologischen Wegweiser der Branche. Das Produktportfolio umfasst Beleuchtung für den Arbeitsplatz in allen Branchen und Einsatzgebieten.


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teamwork FORUM 2014: Von religiösen Hawaiianern bis zum Schweinfurter Menschmodell

Experten diskutieren über Ergonomie und Lean Production im Rahmen des Fachforums Teamwork in der Konzernzentrale von BMW in München



Wenn an der Hochschule in Schweinfurt industrielle Arbeitsabläufe am Computer simuliert werden, dann haben die Wissenschaftler schlanke Schlakse genauso im Blick wie Menschen mit Bauchansatz. „Wir wollen so dicht wie möglich an die Realität“, sagt Prof. Dr. Ulrich Deutschle und stellt die neuesten Möglichkeiten digitaler Prozessplanung und virtueller Ergonomiebewertung im Rahmen des renommierten Fachforums Teamwork im großen Konferenzsaal der BMW-Konzernzentrale vor.

Ein bisschen erinnert die Software aus Schweinfurt an eine Mischung aus digitalem Küchenplaner und Computerspiel. Doch genau mit dieser Software lässt sich im Vorfeld exakt planen, wie lange zum Beispiel die Montage eines Elektromotors dauert. Welche Wege der Mitarbeiter dabei in welcher Zeit zurücklegt, welche Lasten auf seine Gelenke wirken und ob tatsächlich jede Schraube gut zu erreichen ist. Wenn der Jack – so heißt das Menschmodell mit dem einstellbaren Bauch und der variablen Körpergröße – sich zu sehr recken muss, wenn er schlecht sieht, was er macht oder andere Variablen den Produktionsablauf stören, geht es in der Praxis schnell um viele tausend Euro. Am Computer jedoch lassen sich Arbeitsplätze so gut planen, dass dadurch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland gegenüber Billiglohnländern profitiert. Fazit: Ergonomie und Produktivität im Sinne einer Lean-Production-Philosophie sind keine Widersprüche, sondern zwei Seiten der gleichen Medaille.

Neben Prof. Dr. Deutschle diskutierten im Rahmen des Fachforums eine ganze Reihe weiterer Fachleute unter Leitung von Moderator Ulf Tietge: Uwe Kaldowski, Produktionsleiter bei Sirona Dental Systems, berichtete über die Planung von Arbeitsplätzen, der Psychologe Ludwig Gunkel sprach zum Thema Resilienz, also der Widerstandsfähigkeit von Menschen gegenüber Stress und anderen Belastungen. Max Kossmann von der BMW Group wiederum gab den rund 70 Teilnehmern Veranstaltung einen interessanten Einblick in Anwendungen, Potenziale und Herausforderungen bei der Mensch-Roboter-Kooperation – zudem genossen die Teilnehmer eine exklusive Führung durch die Produktion bei BMW. Das Teamwork Fachforum bot damit auch bei seiner sechsten Auflage ein interessantes Programm, weswegen Experten aus der ganzen Bundesrepublik nach München gereist waren. Die gemeinsame Veranstaltung der Firmen bimos, KARL und Waldmann war Wochen im Voraus ausgebucht.

Sirona-Produktionsleiter Uwe Kaldowski erläuterte, worauf es aus seiner Sicht bei Veränderungsprozessen im Lean Management ankommt: „Sie müssen die Menschen mitnehmen! Sie können den tollsten Arbeitsplatz der Welt entwerfen – wenn ihre Mitarbeiter die Neuerungen nicht mittragen, haben Sie verloren.“ Bei Sirona, dem weltweit führenden Ausstatter von Zahnarztpraxen, werden neue Arbeitsplätze mithilfe modularer Systeme aufgebaut, Videoanalysen der Abläufe werden studiert – und doch muss manchmal mit Pappkarton und Holzlatten skizziert werden. „Wir bauen den künftigen Arbeitsplatz im Maßstab 1:1. Mit Holz und Pappe geht es am schnellsten und die Mitarbeiter spüren, dass sie mitreden und mitentscheiden dürfen“, so Kaldowski. „Besser können Sie das Know-how Ihrer Werker gar nicht nutzen. Und Sie kommen am Ende nicht nur zu guten Lösungen, Sie motivieren auch das gesamte Team.“ In der Praxis ließen sich Produktivitätssteigerungen zwischen 10 und 30 Prozent realisieren – und das längst nicht nur in der Großserienproduktion, sondern eben auch bei kleinen Stückzahlen von einigen Dutzend pro Woche.

Um Psychologie ging es auch im Vortrag von Ludwig Gunkel, dem Experten für Betriebliches Gesundheitsmanagement der AOK Bayern. Angesichts steigender Krankmeldungen von Arbeitnehmern infolge psychischer Belastungen (Burn-Out) konzentrierte sich Gunkel auf das Thema Resilienz, also die unterschiedliche Widerstandskraft von Menschen gegenüber Belastungen wie zum Beispiel Stress. „Es gibt eine Menge interessanter Untersuchungen hierzu“, sagte Gunkel. „Überraschenderweise gibt es sehr viele Faktoren, die beim Thema Resilienz eine Rolle spielen. In den USA beispielsweise hat man auf Hawaii herausgefunden, dass religiöse Menschen mit psychischen Belastungen viel besser umgehen als Atheisten.“ Neben dem privaten Umfeld und individuellen Faktoren spielen jedoch eine Reihe von betriebsspezifischen Faktoren eine wichtige Rolle - unter anderem Fragen nach dem Wieso und Warum. „Wenn Mitarbeiter wissen, wofür sie arbeiten, wenn sie sich mit dem Unternehmen und seinen Zielen identifizieren, geht vieles leichter und man kann Belastungen viel besser wegstecken“, sagte Gunkel. Die AOK bietet daher eine ganze Reihe von Schulungen und Beratungsleistungen an, die für Unternehmen mit bei der AOK versicherten Beschäftigten kostenlos sind.

Max Kossmann stellte Moderator Ulf Tietge nicht ganz zu Unrecht als den Roboter-Versteher von BMW vor. Seine Spezialität ist die Interaktionen von Mensch und Maschine. Angesichts einer stetig steigenden Variantenvielzahl in der Produktion geht es zusehends darum, auch bei industriellen Fertigungsprozessen flexibel zu sein – und die unterschiedlichen Stärken und Schwächen von Menschen wie Maschinen intelligent zu kombinieren. Kossmann: „Ein Roboter wird nicht müde und hat auch mit schweren Lasten und scharfen Kanten keine Probleme – auf der anderen Seite ist die Intelligenz des Menschen nicht zu schlagen, gleiches für die Hand-Auge-Koordination und komplexe Abläufe, die bei Fügeprozessen hohe Genauigkeit erfordern.“ BMW setzt daher nicht nur auf die bekannten großen Roboter, die absolut autark und in abgetrennten Sicherheitsbereichen arbeiten, sondern eben auch auf Leichtbauroboter, die quasi als dritte Hand fungieren oder Lasten leichter handhabbar machen. Für die Zukunft sind sogar Roboter in Form so genannter Exo-Skelette vorstellbar, bei denen der Mensch quasi in der Maschine seinen Platz hat. Kossmann: „Das kann man sich tatsächlich ein bisschen wie bei Avatar oder Matrix vorstellen. Es gibt sogar schon experimentelle Roboter, mit denen beispielsweise Feuerwehrleute mit schwerem Sicherheitsgerät ermüdungsfrei Treppenhäuser erklimmen können.“


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teamwork FORUM 2013

„Es geht um die Menschen. Um was sonst?“



Das fünfte teamwork FORUM – es ist eine Veranstaltung der Superlative. Noch nie war teamwork so hoch im Norden. Noch nie gab es leibhaftige Satelliten als Dekoration zur Fachausstellung neuer Arbeitsplatzsysteme. Noch nie hielten sich die Referenten so exakt an Zeitvorgaben und Thema und dass es je ein Publikum gegeben hätte, das noch interessierter zugehört hat, daran konnte sich auch Moderator Ulf Tietge nicht erinnern. Also schloss er die Jubiläums-Veranstaltung mit den Worten:  „Ich bin Ihnen sehr dankbar. Ein besseres Publikum kann man sich gar nicht wünschen – auf nächstes Jahr, oder?
Tatsächlich ist das teamwork FORUM in der Fachwelt zu einer Institution geworden. Wem es um Ergonomie und Lean Production, um Licht und Arbeitsplatzgestaltung geht, kommt am teamwork FORUM nicht vorbei. Jedes Jahr stellen renommierte Experten aus Forschung und Praxis ihre neuesten Erkenntnisse vor.

Sind Produktivität und Ergonomie Widersprüche oder zwei Seiten der gleichen Medaille? Die Antwort gibt der Mediziner Dr. Uwe Rohrbeck von MAN: „Es geht um die Menschen. Um was sonst?“. Sein Vortrag, aber auch die Beiträge von Holger Müller (Deutsche MTM), Dr. Martin Braun (Fraunhofer IAO) und Dr. Andreas Wojtysiak (Osram), begeisterten die 70 Experten für Arbeitsplatzgestaltung, die im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen zusammengekommen waren.
Neben den Vorträgen gab es natürlich auch in diesem Jahr etwas zu entdecken. In der Fachausstellung präsentierten bimos, KARL und Waldmann ihre neuesten Produkte und Entwicklungen. Gleichzeitig konnten sich die Besucher bei einer Führung durch das DLR davon überzeugen, dass deutsche Wissenschaftler im All eine wichtige Rolle spielen.

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teamwork FORUM 2012

Erleben Sie mit uns eine faszinierende Welt:
Lean Production, Ergonomie und Licht.



Bereits nach kurzer Zeit war das teamwork FORUM 2012 komplett ausgebucht. Ein deutliches Zeichen dafür, dass ein großer Informationsbedarf in Bezug auf die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung besteht. Zudem ist die Veranstaltung mit ihrer gelungenen Mischung aus Fach- und Praxisbeiträgen sowie der Möglichkeit zum Austausch zwischenzeitlich für das Fachpublikum zu einem beliebten Treffpunkt geworden.

In diesem Jahr bildete die sich wandelnde Arbeitswelt den Rahmen der Veranstaltung. Denn zu den großen Herausforderungen unserer Zeit zählen der demografische Wandel, aber auch zunehmende Belastungen am Arbeitsplatz. Betriebe setzen verstärkt den Fokus darauf, ihre Arbeitnehmer möglichst bis ins hohe Alter gesund und leistungsfähig im Betrieb zu halten. Welche besonderen Anforderungen diese Entwicklung an die Arbeitsplatzgestaltung stellt und wie ihnen begegnet werden kann, wurde in vier Expertenvorträgen aus verschiedenen Perspektiven erläutert.

Das teamwork FORUM fand im Schulungszentrum von Waldmann in Villingen-Schwenningen statt. Eine Unternehmensführung zum Thema „Lean Production“ sowie eine Fachausstellung rund um die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung rundeten das Programm ab.

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Statements, Meinungen, Eindrücke

Das teamwork FORUM kam für uns zur rechten Zeit.
Die verschiedenen Themen waren absolut zeitgemäß, aktuell und praxisnah. Es hat uns sehr gut gefallen und unsere Erwartungen wurden im vollen Umfang erfüllt. Die Moderation, Gestaltung , Organisation und Darbietung waren sehr professionell begleitet worden.
Beeindruckt waren wir ebenso von der Werksführung bei der Firma Waldmann.
Silke Bender und
Thomas Axtmann
(EIZO GmbH, Karlsruhe)

teamwork FORUM 2011

Erfolgsfaktor Ergonomie – teamwork FORUM
erneut ausgebucht



Dass die Initiatoren mit dem Thema „Ergonomie am Arbeitsplatz“ ein relevantes Thema aufgegriffen haben, bestätigt der große Zuspruch, den die Veranstaltung findet. So war auch das 3. teamwork FORUM erneut bis auf den letzten Platz ausgebucht. Aus ganz Deutschland waren die Gäste angereist, um sich über die unterschiedlichen Aspekte der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung zu informieren und Erfahrungen bei der Umsetzung im Unternehmensalltag auszutauschen. Bewährt hat sich die Mischung aus wissenschaftlicher Theorie und Erfahrungsbericht aus der Praxis. Physische und physikalische Grundlagen bilden die Basis für ergonomische Arbeitsplatz-Konzepte. Werden Arbeitsumfelder ergonomisch optimiert, hat das positive Auswirkungen auf die gesamte Arbeitsleistung und die Arbeitsqualität. Drei hochkarätige Referenten haben sich in ihren Präsentationen aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln mit diesem spannenden Thema beschäftigt.

Den perfekten Rahmen für das dritte FORUM gab die Interstuhl Arena – die moderne, lichtdurchflutete Architektur bot das ideale Innovations- und Inspirationsumfeld für lebendige, interdisziplinäre Dialoge.

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Statements, Meinungen, Eindrücke

„Die Mischung aus wissenschaftlicher Grundlage und Konsequenz für die Ergonomie ist überzeugend und für den Einsatz im Arbeitsumfeld besonders nützlich. Insgesamt war die Veranstaltung perfekt organisiert, so dass man sich ganz auf die Informationen und den Austausch mit den anderen Teilnehmern konzentrieren konnte.“ Michael Mohrlang, Ergonomie-Fachmann,
BMW AG, München

teamwork FORUM 2010

Der Mensch als Impulsgeber für den Wandel



Zum zweiten, erneut komplett ausgebuchten Forum Arbeitsplatzgestaltung begrüßten die Veranstalter Gäste aus ganz Deutschland und namhafte Referenten, um gemeinsam einen Blick in die Zukunft effizienter Arbeitsszenarien zu werfen. Im Fokus der Fachreferate standen neben Ergonomie die Themen One-Piece-Flow und Lean Production. Dabei wurde sowohl das theoretische Fundament der Konzepte erläutert als auch deren Anwendung in der Praxis anhand ausgewählter Beispiele. In der Fachausstellung konnten die Besucher die vorgestellten Produkte dann live begutachten und Tische, Stühle und Beleuchtung selbst ausprobieren.

Thematisch passender Veranstaltungsort war das Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg, Innovationswerkstatt für neuartige Systemlösungen in Räumen und Gebäuden. Bei einem Rundgang durch das Gebäude durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums schon einmal einen Blick in die Zukunft werfen.

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Statements, Meinungen, Eindrücke

„Der Ort war innovativ, die Führung ein Genuss! Die Vorträge waren engagiert, kompetent und interessant, die Moderation durch Ulf Tietge erfrischend. Ich werde im nächsten Jahr sicher wieder teilnehmen!“ Sabine Murra,
Sennheiser electronic
GmbH & Co. KG,
Wedemark

teamwork FORUM 2009

Die Premiere war ein voller Erfolg



Bis auf den letzten Platz ausgebucht war das erste FORUM ARBEITSPLATZGESTALTUNG, das am 1. April 2009 in Villingen-Schwenningen stattfand. U?ber 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren aus ganz Deutschland angereist, um sich in Fachvortra?gen u?ber die aktuellen Trends und Entwicklungen zum Thema „ergonomische und wirtschaftliche Arbeitsplatzgestaltung“ zu informieren und im gemeinsamen Dialog Erfahrungen und Gedanken auszutauschen.

„Dass wir so regen Zuspruch erhielten, zeigt uns, dass wir ein Thema aufgegriffen haben, das immer mehr an Bedeutung gewinnt“, freut sich Gerhard Waldmann, „Arbeitgeber haben erkannt, dass Ergonomie direkte Konsequenzen auf Gesundheit, Effizienz und Leistungsfa?higkeit der Mitarbeiter hat. Ergonomie ist also la?ngst zu einem Instrument der unternehmerischen Wertscho?pfung geworden.“

In ihren Fachvortra?gen beleuchteten Referenten das Thema aus unterschiedlichsten Blickwinkeln. In der anschließenden Diskussion konnten die Zuho?rer Fragen stellen und Erfahrungen aus dem eigenen Umfeld einbringen.

„Wir wollten eine hochkara?tige Veranstaltung bieten, in der die Verknu?pfung von Kompetenz und Know-how im Zentrum steht“, resu?miert Hans Ju?rgen Neupert, Leiter Marketing und Vertrieb bei KARL. Harald Morgenstern, Vertriebsleiter bei bimos, erga?nzt: „Wir freuen uns, dass unser Angebot so gut aufgenommen wurde. 2010 wird es sicher eine Folgeveranstaltung geben.“

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Statements, Meinungen, Eindrücke

„Ich habe durchweg positive Eindrücke gewonnen. Für unsere Bemühungen, sichere und effiziente Arbeitsabläufe zu realisieren, war die ganzheitliche Betrachtung der Arbeitsergonomie und -gestaltung sehr hilfreich. Wichtig für mich war auch der rege Austausch von Erfahrungen auf diesen Gebieten mit den anderen Teilnehmern.“ Holger Jakubietz,
Biotronik GmbH & Co. KG, Berlin